Währungsreform 1948: DM

Währungsreform 1948: DM

Die Währungsreform vom 20. / 21. Juni 1948 war ein Startzeichen für den wirtschaftlichen Aufschwung in den drei westdeutschen Besatzungszonen (Trizone). Die D-Mark (DM) galt ab dem 21. Juni, alle alten Reichsmarkschein wurden somit ungültig und die Münzen waren dann nur noch ein Zehntel des Nennwerts wert. Diese verhältnismäßig kleinen Banknoten wurden in der USA gedruckt und per Schiff nach Deutschland gebracht worden (Aktion „Bird Dog“).

Die Inflation wurde verringert (durch Geldentzug) und die Wirtschaft angekurbelt. Gleichzeitig wurden die Lebensmittelkarten und Rationierungen abgeschafft: das Wirtschaftswunder war da! Der Umtausch der Reichsmark in die neue Währung war limitiert, es gab einen Grundumtausch von 40 DM sofort und 20 DM später pro Kopf, daher entstand der Begriff „Kopfgeld“. Weiteres Bargeld und Konten bei der Bank mussten angemeldet werden und wurden anschließend ebenfalls getauscht, jedoch nach einem etwas komplizierteren Verfahren.

Die Währungsreform in der gemeinsam von den Alliierten verwalteten Stadt Berlin war nicht so einfach: Der sowjetische Stadtkommandant befahl dem Oberbürgermeister die Einführung der sowjetischen Reform-Mark in ganz Berlin, woraufhin die Westkommandanten umgehend die Anweisung widerriefen und die DM in den drei West-Berliner Zonen als Zahlungsmittel einführten. Die DM-Banknoten erhielten dafür einen „B“-Stempel aufgedruckt. Der Streit um die Währungsreform in Berlin führte schließlich zur Blockade Berlins und der anschließenden Luftbrücke der Westalliierten.

Details
Ausgabedatum: 20./21.06.1948
Länge in mm: 112
Breite in mm: 67
Katalognr. Rosenberg 236 / Pick 4
Varianten:

Fünfmarkschein der Alliierte Militärbehörde von 1948, Ro. 236, Vorderseite

Fünfmarkschein der Alliierte Militärbehörde von 1948, Ro. 236, Vorderseite

Fünfmarkschein der Alliierte Militärbehörde von 1948, Ro. 236, Rückseite

Fünfmarkschein der Alliierte Militärbehörde von 1948, Ro. 236, Rückseite